Die Welt ändert sich immer rascher. An der Johannes Kepler Universität Linz arbeiten wir täglich an den Technologien und Ideen von morgen. Und zugleich bereiten wir rund 27.000 junge Menschen auf die Anforderungen des modernen Arbeitsmarkts vor. Kurz: Wir sind Oberösterreichs größte Bildungs- und Forschungseinrichtung. Interesse, an Österreichs wohl schönster Campusuniversität die Zukunft mitzugestalten? Wir suchen eine*n:
Universitätsassistent*in mit Diplom/Master im Beschäftigungsausmaß von 40 Wochenstunden (befristet auf 4 Jahre)
Organisationseinheit:
Klinisches Forschungsinstitut für Neurowissenschaften
Eintrittsdatum:
ehestmöglich
Anzeigennummer:
64030-2026-001964 Die Medizinische Fakultät der Johannes Kepler Universität Linz setzt ein starkes Zeichen für die Weiterentwicklung in der Grundlagenforschung und es wurden, im Rahmen eines gezielten Impulsprogramms, sechs Young Research Groups geschaffen.
Am Klinischen Forschungsinstitut für Neurowissenschaften (KFI Neurowissenschaften) wird ein*e motivierte*n und talentierte*n Doktorand*in zur Entwicklung und Validierung eines neuartigen Rahmenkonzepts für die adaptive, datengesteuerte MRT-Aufnahme in der klinischen Neurobildgebung gesucht, der*die zum Aufbau der Young Research Group beiträgt. Dieses Projekt befasst sich mit einer grundlegenden Ineffizienz der derzeitigen MRT-Praxis: Das gesamte Gehirn wird nach demselben Protokoll abgebildet, unabhängig davon, wo sich die Pathologie befindet. Inspiriert von Ansätzen der adaptiven Mikroskopie wird im Rahmen dieser Dissertation eine Pipeline entwickelt, bei der ein Standardscan automatisch analysiert wird, um relevante Bereiche (wie Läsionen der weißen Substanz) zu erkennen, die dann eine gezielte, krankheitsspezifische Bildaufnahme auslösen, die sich speziell auf diese Bereiche konzentriert. Die Arbeit wird direkte Auswirkungen auf die Effizienz der klinischen MRT, die Überwachung von Läsionen und die präzise Neurobildgebung haben, was für ein breites Spektrum neurologischer Erkrankungen relevant ist, darunter neuroinflammatorische Erkrankungen wie Multiple Sklerose.
Es wird eine 4-jährige Doktorand*innenstelle mit Zugang zu einer umfangreichen Datenbank für klinische Bildgebung, die Daten zu Schlaganfall, Epilepsie, MS, neurodegenerativen Erkrankungen und Hirntumoren umfasst, angeboten, mit Möglichkeit zur gemeinsamen Betreuung durch Experten aus den Bereichen Neuroimaging und medizinische Datenwissenschaft / Softwareentwicklung.
Ihre Aufgaben:
- Entwicklung und Implementierung automatisierter Erkennungsmodelle (Deep Learning und/oder klassische Methoden) zur Identifizierung von ROI aus MRT-Daten mit niedrigerer Auflösung oder beeinträchtigter Bildqualität
- Entwicklung von Simulationsframeworks zur Generierung realistischer Eingabedaten mit niedriger Auflösung oder Bewegungsartefakten auf Basis bestehender hochwertiger retrospektiver Datensätze
- Validierung der Erkennungsleistung anhand klinischer Annotationen von Expert*innen und etablierter Werkzeuge zur Läsionssegmentierung
- Entwicklung robuster Werkzeuge zur Co-Registrierung und räumlichen Zuordnung, um die Koordinaten der Standard-Scan-ROIs mit der anschließenden Aufnahmeprogrammierung zu verknüpfen
- Implementierung und Validierung gezielter Aufnahmeprotokolle in Zusammenarbeit mit MR-Physiker*innen und klinischem Personal
- Konzeption und Durchführung prospektiver Pilotaufnahmen zur Validierung des adaptiven Rahmens in realen Scan-Sitzungen
- Zusammenarbeit mit klinischen Partner*innen (Neurologie, Neuroradiologie, Neurochirurgie), um die klinische Relevanz und Durchführbarkeit sicherzustellen
- Veröffentlichung von Forschungsergebnissen in renommierten, von Fachkolleg*innen begutachteten Fachzeitschriften in den Bereichen Neuroimaging, medizinische Bildanalyse und klinische Neurowissenschaften
- Präsentation der Forschungsergebnisse auf nationalen und internationalen Konferenzen
- Mitwirkung in der Lehre und Betreuung von Studierenden
Ihr Profil:
- Diplom-/Master-Abschluss in Biomedizintechnik, Informatik, Physik, Elektrotechnik oder einem eng verwandten Fachgebiet
- Ausgeprägte Programmierkenntnisse, insbesondere in Python; Erfahrung mit Bibliotheken für wissenschaftliches Rechnen (NumPy, PyTorch oder TensorFlow, scikit-learn, nibabel oder ähnliche)
- Kenntnisse der Grundlagen der MRT-Bildgebung (k-Raum, Impulssequenzen, Bildrekonstruktion)
- Erfahrung in der MRT-Datenanalyse oder der medizinischen Bildverarbeitung
- Kenntnisse im Bereich Deep Learning für Bildsegmentierungs- oder Erkennungsaufgaben
- Hervorragende Englischkenntnisse in Wort und Schrift (Niveaustufe C1); Fähigkeit, technische Inhalte sowohl einem technischen als auch einem klinischen Publikum klar zu vermitteln
- Gute Deutschkenntnisse (Niveaustufe B1) bzw. die Bereitschaft zu erlernen
- Echte Neugierde für klinische und biologische Fragestellungen – nicht nur für die technischen Herausforderungen
Unser Angebot:
- Auf Basis einer Vollzeitbeschäftigung (40 Wochenstunden) beträgt das monatliche Mindestgehalt € 3.776,10 brutto (14 x pro Jahr, KV-Einstufung B1)
- Stabile Arbeitgeberin
- Attraktiver Campus mit guter Verkehrsanbindung
- Kontinuierliche, attraktive Bildungschancen
- Moderne Forschungsinfrastruktur
- Dynamisches Forschungsumfeld
- Sport und Bewegung (USI)
- u.v.m.
Ende Bewerbungsfrist:
24.06.2026 Im Sinne des Frauenförderungsplans der JKU Linz werden Frauen besonders ermutigt, sich zu bewerben, diese werden bei gleicher Qualifikation vorrangig aufgenommen. Menschen mit Beeinträchtigung, welche zum "Kreis der begünstigt Behinderten" gehören, werden bei entsprechender Eignung besonders berücksichtigt.
Platz für Ihre Zukunft? Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung über unser Jobportal. Für inhaltliche Auskünfte steht Ihnen Univ.-Prof. Dr. Andreas Gruber, MBA, E-Mail: andreas.gruber_1@kepleruniklinikum.at zur Verfügung.
Standort:
Wagner-Jauregg-Weg 15, 4020 Linz